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In einer düsteren Nacht...

Er schaut in den Himmel und schreit in die Nacht,
"wie konntest du nur gehen...
... ohne mich mitzunehmen?"


Wie ein Blitz eilt er durch den Wald,
um ihn herum, ist alles dunkel und kalt,
auf einem Pferd jagt er zu seinem Ziel,
für ihn steht seine Liebe auf dem Spiel.

Sie öffnet ihre Augen und schaut in die Nacht,
und fragt: "wer hat mich hier her gebracht?"
Regungslos auf dem kalten Boden liegend fragt sie sich:
"Bin ich tot? oder bin ich´s nicht?"

Er reitet weiter, mit einer Fackel in der Hand,
durch ihren Schimmer bleiben seine Tränen nicht unerkannt,
Warum war er so stur und lies sie allein?
In sich weiß er genau, dass wird er sich nie verzeihn.

Sie schaut sich um und merkt schon bald,
zwar ist hier kein Licht, doch liegt sie im Wald,
ist dies die hier die Hölle, diese dunkle Sicht?
Oder ist das der Weg zum Himmel, denn da hinten kommt ein Licht!

Mit großen Schritten springt sein Pferd voran,
aber ist es genug, was es leisten kann?
Sein größter Wunsch ist sie zu erreichen
und niemals mehr von ihrer Seite zu weichen.

Das Licht kommt näher und sie denkt an ihn:
"Er kommt mich retten ... so kenn ich ihn!"
Eine Träne fließt über ihr lächelndes Gesicht,
Sie schließt ihre Augen und denkt an das Licht.

Endlich, war der Weg auch noch so weit,
hat er sie erreicht, nach so langer Zeit.
er spring vom Pferd, nimmt sie in seinen Arm,
doch schon bald merkt er, sie ist nicht mehr warm.

Er küsst ihre Stirn, versucht sie aufzuwecken,
doch seine Versuche werden nichts bezwecken.
Sie ist nun in einer warmen, hellen Welt,
Sie hat ihn verlassen und lebt nun unterm Himmelszelt.

Er schaut in den Himmel und schreit in die Nacht,
"wie konntest du nur gehen...
... ohne mich mitzunehmen?"




Von: csloki, 12.02.2011, 14:09.
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KOMMENTARE:

wirklich ein sehr schöne gedicht, erinnert etwas an den erlkönig ;)
von: kleinexbielatal am 23.02.2011, 20:28



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