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kleider machen leute?
mir wird oft nachgesagt, dass ich menschen zu oberflächlich betrachte und sie zu schnell aufgrund ihrer kleidung einschätze.

ich versuche es dann immer abzustreiten - schaffe es aber nicht, weil ich mich selbst dabei erwische übereifrig zu urteilen.

ich sage dann nur immer:"das ist doch völlig normal!"



ist das normal?

eure meinung ist gefragt!

geht es euch wie mir?

seid ihr bewusst oberflächlich?

achtet ihr garnicht auf die kleidung von anderen?

oder seit ihr etwa ganz anders?





hinweis: alle antworten, die geschrieben werden könnten eventuell im rahmen einer komplexen jahresarbeit verwendet werden.



danke für eure beiträge!
doenertier, 16.02.2009


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Leute machen Kleider.
Das Phänomen, Leute nach ihrer Kleidung zu beurteilen, ist meiner Meinung nach sehr weit verbreitet. Mir selbst geht es oft auch so (wie dir, Paul), dass ich Personen unwillkürlich in Schubladen stecke und ein mir bestimmtes Bild von ihnen mache, ohne auch nur ein einziges Wort mit ihnen gesprochen zu haben.

Ich denke, das hat mehrere Gründe. Zum einen nehmen wir mit unseren Augen die meisten oder zumindest die bewusstesten Informationen auf. Um es anders zu sagen: Hätten wir unsere Augen nicht, dann wären wir wahrscheinlich nicht so vorschnell mit Urteilen über andere, weil wir ihr äußeres Erscheinungsbild gar nicht so wahrnehmen würden (allenfalls noch durch Geruchs-, Gehör- oder Tastsinn).

Es ist außerdem so, dass, heute vielleicht noch viel mehr als früher, Kleidung bewusst oder unbewusst dazu genutzt wird, um die eigene Identität auszudrücken, sei diese nun sozialer, politischer, philosophischer oder individuell-emotionaler Natur. Einige Beispiele: Ein Handwerksgeselle auf der Walz kann unmöglich auf seine traditionelle Kluft verzichten, McDonald´s-Mitarbeiter haben während der Arbeit rote T-Shirts mit Firmenlogo zu tragen, Naturfreunde und Öko-Freaks favorisieren selbstgestrickte bzw. –gefilzte Wollprodukte, in rechten Kreisen identifiziert man sich mit Thor-Steinar-Klamotten, mit abgelatschten Springern und Nietengürteln bei den Punks, schwarze Kleidung ist in der Gothic-Szene ein Muss…

Manchmal hat man den Eindruck, dass die Kleidung die eigentlichen Inhalte verdrängt oder zumindest gleichberechtigt mit diesen ist; sie gehört einfach dazu. Das hat aber oft auch zur Folge, dass Leute die eine bestimmte Art von Kleidung tragen automatisch mit negativen Stereotypen der jeweiligen Strömung in Verbindung gebracht werden. Ich finde, dass wird der Individualität des Menschen nicht gerecht- jeder Mensch ist anders.



Das Beurteilen nach Kleidungsmerkmalen ist insofern normal, als dass es unwillkürlich bei fast jedem geschieht, weil man durch Erziehung oder andere äußere Prägungen immer etwas Bestimmtes mit einem bestimmten Outfit verbindet. Das Klischee trifft allerdings nicht immer zu und führt oft dazu, dass man spontane Abneigung gegenüber anderen entwickelt, die sich beim näheren Kennenlernen als unbegründet erweisen würde- leider kommt es aber durch diese emotionale Abneigung erst gar nicht zu einem Gespräch oder zu näherem Kennenlernen, und wenn doch, so ist dieses unterbewusst dann doch anfangs immer stark von Vorurteilen geprägt.



Was einen Menschen wirklich ausmacht, ist nicht seine Kleidung, sondern sein Charakter. Dieser schimmert durch die Kleidung natürlich auch teilweise durch, wesentlich deutlicher offenbart er sich jedoch in Worten, Gedanken und erst recht in Taten.



Wenn jemand andere Klamotten trägt, als ich, muss das ja auch nichts schlechtes heißen. Die Geschmäcker, die Intentionen und die finanziellen Möglichkeiten zum Erwerb von Kleidungsstücken sind eben verschieden. Wenn jemand anders ist als man selber, ist er deswegen nicht automatisch unsympathisch oder gar minderwertig!



Es ist unmöglich, den Faktor Kleidung bei der Beurteilung von Personen auszublenden. Aber gerade deswegen ist es wichtig, nüchtern zu bleiben und sich nicht von emotionalen Vorurteilen beherrschen zu lassen, sich immer wieder bewusst zu machen: Kleidung kann etwas über das Wesen und die Lebensumstände einer Person sagen (und immerhin deutlich mehr, als körperliche Merkmale einer Person, da Kleidung ja im Gegensatz zu diesen Merkmalen in einem gewissen Rahmen frei gewählt werden kann), aber sie macht einen Menschen nicht aus!

Die Kleidung deckt die leibliche Hülle der Seele und des Geistes, indem sie Einflüsse des Inneren (Überzeugungen, Emotionen, Wohlfühleffekt,…) wie Parameter der Außenwelt (Funktionalität, Anerkennung durch die/Abgrenzung von der Gesellschaft, Gruppenzwang, finanzielle Möglichkeiten,…) zusammenfasst. Doch wie genau sich diese Anteile zusammensetzen, was Kleidung für die Person bedeutet, warum sie trägt, was sie trägt, das variiert von Einzelfall zu Einzelfall sehr stark.



Aber ich muss zugeben, es fällt im Alltag mitunter sehr schwer, die durch Medien, Erziehung, Gesellschaft und eigene Lebenserfahrung erworbenen Vorurteile, Klischees oder gar Feindbilder völlig zu verdrängen und jedem Menschen unvoreingenommen zu begegnen. Es nicht unmöglich (auch wenn es so scheinen mag), aber ich denke, um zu so einer offenen und unvoreingenommenen Einstellung gegenüber anderen zu gelangen bedarf es eines ständigen Prozesses des bewussten sich darum Bemühens.





(Man möge mir die mitunter gestelzt anmutenden Formulierungen verzeihen, aber für eventuelle Zitate im Rahmen der Facharbeit sind sie vielleicht vorteilhaft.) :)

modernebauelemente, 18.02.2009, 10:10 Uhr
Antwort 1/4

...
Meiner Meinung nach bezwecken viele Leute mit ihrem Kleidungsstil, dass sie in eine Schublade gesteckt werden.

Punks, oder die ,die welche sein wollen, ziehen Klamotten mit Nieten, Aufnähern etc. an, Nazis und Wanna-be-Faschos haben wenig Haare und tragen Alpha Industries oder Thor Steinar Klamotten - und dieses Muster lässt sich bei allen anderen "Randgruppen" ebenso beobachten.

Deswegen ist es doch logisch, dass man Leute nach ihrer Kleidung beurteilt - man sollte nicht von der Gadarobe eines Menschen auf seinen Charakter oder seine Art schließen, aber die meisten wollen doch, dass man ihre "Zugehörigkeit" oder politische Meinung anhand der Montur erkennt.

Natürlich kann so eine Beurteilung als oberflächlich abgetan werden, ist jedoch menschlich und ich kenne niemanden, der von sich behaupten würde, dass ihm das Äußere völlig wurst ist.

Eigentlich achte ich bei den meisten Menschen nicht so auf die Kleidung, weil das eben nicht das wichtigste ist, jedoch kann ich nicht leugnen, dass ich Leute, die einen "Stil" haben, der mir gefällt, automatisch sympatisch finde.

Andererseits bin ich auch schnell beim "Abstempeln". Mädchen die ab 13 aufwärts sich in Playboyklamotten kleiden, Ausschnitte bis sonstwohin tragen oder Röcke anhaben, die den Namen eigentlich garnicht mehr verdienen, halte ich erlich gesagt für dumm, was ja auch nicht immer stimmen muss. Aber Tussies die sich so billig präsentieren müssen, um wargenommen zu werden, nehme ich nun mal nicht ernst und hacke sie als "unter-meinem-Niveau" ab.

ruebchen, 18.02.2009, 10:10 Uhr
Antwort 2/4

unterbewusstsein?!
Ich glaube, dass ich auch manchmal ein mensch bin der nach kleidern urteilt. doch habe ich auch schon gelesen, dass wir uns wenn wir einen menschen sehen innerhalb einer hundertstel sec eine meinung über ihn bilden. das hängt natürlich auch mit der kleidung zusammen aber vor allem von den bewegungen und dem geruch des anderen. das unterbewusstsein eines menschen kann das immunsystem des gegenübers leicht inspizieren und auch davon hängt ab ob man den gegenüber sympatisch findet oder nicht! das ist nicht allein die kleidung.

es kommt doch auch oft vor, dass wir einem menschen begegnen der ganz andere sachen an hat als wir und wir ihn trotzdem mögen!

im übrigen glaube ich schon, dass man menschen teilweise nach ihrer kleidung beurteilen kann. man erkennt doch sogar inzwischen bei einigen menschen die politische richtung und wenn der gegenüber kleidung an hat von einer politischen richtung die meiner meinung völlig wiederspricht, kann ich -denke ich- teilweise davon ausgehen, dass ich mich mit dem mescchen nicht so super verstehe

trotzdem glaube ich natürlich, dass man einen menschen nach seinen inneren werten beurteilen soll, obwohl unser unterbewusstsein uns da manchmal einen strich durch die rechnung macht!

liebe grüße

lotte

moehre, 18.02.2009, 10:10 Uhr
Antwort 3/4

natürlich
na klar, kleider machen leute! die frage ist nur, WIE SEHR das auswirkungen auf die wahrnehmung hat, nicht ob.
flups, 25.02.2009, 10:10 Uhr
Antwort 4/4

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