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Die Kirche flieht aus der Kirche
Was sagt man dazu? Am Freitag, dem 25.03.2011 fand in Graupa eine Gemeindeversammlung statt. Nachdem eine Menge Schmutz geworfen und dreckige Wäsche gewaschen war, wurde dem (zu spät erschienenem) Abgesandten des Landeskirchenamtes eine Frage zur Verfahrensweise innherhalb der Kirche gestellt, die er nicht beantworten konnte oder wollte. Darauf nahm er wortlos seinen teuren Mantel und verließ gruß- und wortlos die heilige Stätte. Nun meine Frage: Gehört sich soetwas für einen Juristen, der noch dazu von unser aller Geld seinen Lebensstandart finanziert? Bitte schreibt Eure Ehrliche Meinung - und was man in Zukunft gegen solch eine Respektlosigkeit tun kann - man fühlt sich nämlich als Gemeindemitglied missbraucht und nicht ernstgenommen.

Euer Torsten
elton, 27.03.2011


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Hier die erste Antwort
Sehr geehrter Herr Hüttenrauch,

Sie haben offenbar am 27. März das von Ihnen angefügte Schreiben per
E-Mail an das Landeskirchenamt gesendet.
Da ich diese Schreiben nicht zugeteilt bekommen habe und meine
Zuständigkeit dafür auch nicht erkennen kann, möchte ich Sie bitten,
auf eine entsprechende Antwort zu warten.
Zur Sache möchte ich mitteilen, dass ich nicht bereit bin mich zu so
konkreten Fragen zu äußern, von denen ich keinerlei Kenntnis habe und
mit denen ich auch nicht befasst bin.



Mit freundlichen Grüßen

Frank del Chin

elton, 02.04.2011, 13:14 Uhr
Antwort 11/25

das ist ja der GRUND
Stephan, ich verstehe dich vollkommen, weil ich genauso denke und genauso erzogen wurde. Immer das Gute im Menschen sehen, immer friedfertig, immer gerecht, verständnisvoll...

ABER genau DAS hat diese Situation geschaffen, dieses "DIe Welt ist doch gut", "die glauben doch auch, so böse könn die garnicht sein, das war bestimmt alles ein Missverständnis..."

Klar, wir sollen Jesus nachfolgen und der war auch so ein "der Mensch ist gut"-Mensch. ABer wir sind nicht Jesus. Genau das wurde auch ihm zum Verhängnis. Ja, er wurde erlöst und hat die ganze Menschheit mit erlöst. Aber ich will Gunter nicht mit Jesus gleichsetzen und will auch nicht, dass andere das von ihm erwarten. Weil ich sehe, was das alles anrichten kann, und es ist nicht wenig.

Und nicht alle die sich Christen nennen handeln auch so. Erst recht nicht, wenn es eine Institution ist. Eine Institution hat nichts mehr gemein mit Leben und Realität, alles ist Pappier, Kapitalismus und Dekadenz.
Kirche als Institution hat nichts mit dem Glauben zu tun.

Entweder JETZT wird gezeigt, dass man doch nicht alles mit sich machen lässt oder nie. Wenn man alles mit sich machen lässt, was bisher der Fall war, geht man kaputt. Das ist gerade passiert. Gunter war nicht ganz unbeteiligt an der Eskalation, einfach weil er es hat mit sich machen lassen. Und jetz die Landeskirche als "Opfer" zu verteidigen ist grotesk. Dann hört der Spuk doch nie auf.

Es stimmt, man darf nicht die Humanität vergessen und sollte trotzdem freundlich sein, damit sich nicht alles noch bis ins unendliche hochschaukelt.
Aber um Gottes Willen darf man die Ungerechtigkeit, die hier gerade von statten geht, nicht weiter Unterstützen und in Schutz nehmen.

Ich hoffe du kannst, was ich geschrieben habe nachvollziehen.

marihuana, 02.04.2011, 13:19 Uhr
Antwort 12/25

Recht hat sie
Was mich vor allem so aufbrachte, war ja auch das Auftreten des Abgesandten des LKA. Außer dem "Zu spät kommen" und dem "Zu früh gehen" war die ganze Erscheinung die pure Arroganz. Die Gemeinde erhoffte sich Rat und Hilfe - einfach einen fähigen Menschen, der bereit ist, die Ärmel hochzukrempeln und den Weg vorauszugehen und bekommt einen permanent fettig grinsenden, sich gebetsmühlenartig wiederholenden, dünnhäutigen Anwalt vor die Nase, der anschließend wie ein Kleinkind beleidigt wegrennt. Tatsache ist auch, dass man solche Strukturen immer und immer wieder erlebt und scheinbar auch machtlos dagegen ist - außer mit deutlichen Worten seine Meinung kund zu tun. Eine Antwort kriegt man ohnehin nicht - warum auch? Wer zeigt schon gern ein ehrliches Gesicht?
Ich meine, irgendwann sind die Menschen gegen solche Verfahrensweisen viele Montage lang in die Kirchen und auf die Straßen gegangen - und nun schleicht sich das, was sie damals so abgrundtief gehasst haben, langsam aber sicher wieder ein in unser Land. Was soll das?

elton, 02.04.2011, 13:42 Uhr
Antwort 13/25

Fortsetzung
Ich glaube auch, dass wir Deutschen ohnehin viel zu lang stillhalten, wenn uns etwas nicht passt. Sei es die Einführung von E 10 - Treibstoff, die Atompolitik, die Hartz IV - Reform (unglaubliche 5,- € Plus) oder andere politische Trampeleien im Blumenbeet der Gesellschaft. Man hat das Gefühl (wenn man nur wüsste, warum) das dies in der Kirche genauso ist. Ich glaube, überall steht einfach nur das Geld(scheffeln) im Vordergrund und der unbedingte Wille, mit dem Arsch an die Wand zu kommen. Vielleicht ist das ein bisschen weit hergeholt - aber...eins führt zum anderen und ein kleines Korn wird mal ein großer Baum (Natürlich geht nicht nur guter Samen auf).Was meint ihr? Auf jeden Fall habe ich (wenn man nicht ausschließlich "Sonntags, Oster- und Weihnachtschrist" ist) das Gefühl von dem "Was will Jesus von uns Christen" Antrieb in der Landeskirche schon lange nicht mehr gespürt.
elton, 02.04.2011, 14:02 Uhr
Antwort 14/25



@ marihuana

ich will es noch einmal deutlich sagen: Ich verteidige nicht das Verhalten von Herrn Schurig.
Unrecht muss beim Nemen genannt und beseitigt werden.
Ich möchte, dass mündige Christen/innen und mündige Gemeinden ihre Meinung sagen und Konflikte ausgetragen und nicht unter den Teppich gekehrt werden.

ABER: Konflikte werden nur dann (unblutig) gelöst, wenn der Gegener als Mitmensch bestehen darf - auch mit seinen Begrenzungen (im Horizont und auch in der Erkenntnisfähigkeit).

Du/Ihr habt recht, wenn ihr sagt: So nicht! Das Ding ist für uns noch nicht geklärt.
Das sehe ich auch so.
Jetzt ist es dran, den einseitig beendeten Diskurs wieder in Gang zu bringen.
Dazu gehört auch, deutlich zu benennen, was euch geärgert hat und frustriert. Konkret: Da ist einer geschickt worden, der weder willens noch in der Lage war, sachliche Antworten auf bedrängende Fragen zu geben.
Genau das aber gilt es jetzt einzufordern.

zum Stichwort Institution: So lange es soetwas gibt - und das ist schon sehr lange - solange gibt es das Gefühl: die (da oben) wissen nüscht vom Leben.
Das ist die Gefahr von Institution.
Die Aufgabe von Institution aber ist es zu dienen, das heiß ein gutes Miteinander von Gesellschaft zu ermöglichen - in unserem Fall von Kirche. (Zu dieser Institution gehören übrigens auch Pfarrer und Pfarrerinnen, Kirchenmusiker,Jugendwarte, Bezirksjugendkammern ...)

Was jetzt das Stichwort Landeskirche angeht: Da meinst du eigentlich das AMT, das Landeskirchenamt. Denn die Landeskirche, dass sind die Gemeindeglieder, das bist du / das seid ihr (Luther: die Gemeinschaft der Gläubigen"). Und die, die Gemeinschaft der Gläubigen in Graupa/Pirna, ist in der Tat das Opfer. (Gunter selber steht da meiner Meinung nach irgendwie dazwischen.) Deshalb nocheinmal: Es ist gut und richtig, wenn sich Gemeinde /wenn ihr euch empört. Aber euer Ziel ist ja nicht die Empörung, sondern die Veränderung. Aber dafür Braucht es den Raum und die Begegnung mit dem "Gegner" auf Augenhöhe (s.o.)

stephan, 02.04.2011, 15:21 Uhr
Antwort 15/25

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